Weil das "Sommerloch" so schön ist, möchte ich hier "mein" grammatikalisches Verständnis anhand des Verbs "lieben" kundtun. Ich bitte um Eure geschätzte Meinung sowie natürlich um Ergänzungen und/oder Verbesserungen.
Richtungsweisend gilt bei einer Übersetzung die Syntax Verb | Subjekt | Objekt | Adverb.
Das Verb teilt mit, was geschieht, was jemand tut und auch wann dies passiert. Im "Deutschen" gibt es dazu "Hilfszeitwörter", …
Haben, sein und werden, sind die Hilfszeitwörter auf Erden
haben (habe, habt, hat)
sein (bin, bist, sind, seid)
werden (werde, wirst …)
… die es im Ägyptischen als "Wort" nicht gibt, jedoch über die Zeitformen sehr wohl ermittelt und übersetzt werden.
Beginnen wir mit der Grundform:
mr(j) -> lieben | schwaches Verb mit eigentlich drei Radikalen (Konsonanten), deren letztes nicht mit transkriptiert wird.
Daraus entwickelt sich:
Infinitiv: mr.t -> lieben (Endung .t weil es sich um ein schwaches Verb handelt)
Stammform Präsens: mr=f -> er liebt
Stammform Perfekt: mr.n=f -> er liebte
Stammform Futur: (nur bei Wünschen und Erwartungen) mry=f -> möge er lieben
Partizip Präsens: mrr.w=f -> er (ist) liebend | er liebt
Partizip Perfekt: mr.w=f -> er (hat) geliebt
Relativform Präsens: mrr.t=f -> (das) was er liebt
Relativform Perfekt: mr.nt=f -> (das) was er geliebt (hat)
Relativform Futur: mr.ty=fy -> er wird geliebt werden
LG
Thomas